Die Türkei – Vom EU-Kandidaten zu einem weiteren Krisenherd im Nahen Osten?

Grüner Salon Bonn/Rhein-Sieg

In der Türkei rumort es seit Jahren. Seit dem Putschversuch letztes Jahr besteht der Ausnahmezustand. Die regierende Partei AKP, ausgestattet mit einer komfortablen Mehrheit im Parlament, und der eigentlich unparteiische Präsident gehen hart gegen Andersdenkende vor. Entwickelt sich die Türkei immer weiter weg von einer westlichen Demokratie? Wohin führt der Weg der Türkei zurzeit? Wie wird der Ausgang des Verfassungsreferendums den weiteren Weg (mit) bestimmen?

Seit über zehn Jahren verhandelt die Europäische Union mit der Türkei um die Mitgliedschaft. Es wurden Auflagen verhandelt und ein gemeinsamer Weg gesucht. Auch wenn diese besonders von den konservativen Parteien in Europa stets kritisch gesehen wurde. Nach dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 haben sich die Repressionen gegenüber Journalisten, Minderheiten und Andersdenkenden nochmals so verschärft, dass sich die EU und insbesondere Deutschland fragen müssen, ob diese Entwicklungen noch mittragbar sind. Schweigen wir zu alldem und danken dem Land für seine Bereitschaft, den Flüchtlingsdeal mit uns zu schließen? Oder stellen wir kritische Fragen und riskieren die Konsequenzen?

Referent:
Kristian Brakel, Leiter des Regionalbüros der Heinrich Böll Stiftung in Istanbul

Moderation: 
Hasret Karacuban

Veranstaltungsort:
Migrapolis
Brüdergasse 18
53111 Bonn

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